COMECE Konferenz - Zukunft der Arbeit gestalten

Die Internationale Arbeitsorganisation ILO hat zur ihrem 100. Geburtstag im nächsten Jahr eine Jahrhundert-Initiative zur Zukunft der Arbeit gestartet. Als Teil dieser Initiative fand am 27. November in Brüssel eine hochkarätig besetzte Konferenz zu diesem Thema statt. Organisiert von der Europäischen Bischofskonferenz und der Ilo diskutierten Repräsentanten aus Kirche, EU-Politik und religiös inspirierten Verbänden die Herausforderungen einer sich rasant verändernden Arbeitswelt.
Ausgehend von der Soziallehre der katholischen Kirche und der Papst-Enzyklika „Laudato si“ hat die COMECE in enger Abstimmung mit den katholischen Bewegungen in Europa das Reflexions-Papier „Die Zukunft der Arbeit gestalten“ veröffentlicht und damit einen öffentlichen Diskurs angeregt. Untersucht werden die Folgen des laufenden Strukturwandels und über die Vision einer menschenwürdigen, nachhaltigen und mitbestimmten Arbeitswelt für alle reflektiert.
EBCA Seminars in Birmingham: "Digitale Arbeit – arbeiten jederzeit und überall – Auswirkungen auf die Arbeitnehmer*innen und ihre Familien"

Vom 18. Bis 20. Oktober hat in Birmingham das jährliche Seminar der EBCA zum Thema “Digitale Arbeit – Arbeiten jederzeit und überall –Auswirkungen auf die Arbeitnehmer*innen und ihre Familien und die Gesellschaft stattgefunden.
Es haben Vertreter von 12 christlichen Arbeiterbewegungen aus 10 europäischen Ländernteilgenommen, um über die Auswirkungen der digitalen Technologien auf Personen, Familien und Gesellschaft zu diskutieren.
Der Seminarablauf: Mitteilungen aus Erfahrungen und von Zeugen, Präsentationen von Experten, Arbeiten in Gruppen, Dialoge im Plenum usw.
Das Seminar gliederte sich in drei Teile:SEHEN, URTEILEN und HANDELN. Das ist die prägende Vorgehensweise unserer Bewegungen.
Der erste Teil (SEHEN) begann mit Informationen und Erfahrungen zu diesem Thema.Erfahrungen aus Portugal, Spanien und Deutschland wurden geteilt. In ihnen wurden Zeugenaussagen von Arbeitern dargestellt: Arbeit von zuhause aus über Computer in dauernder Verbindung mit der Firma. Lieferung von Mahlzeiten durch Fahrradkuriere. Auswirkungen durch die neuen Technologien der Kommunkation. Informationskampagnen und Sensibilisierung auf eine Arbeit in Würde etc.
Anschliessend gab es eine Präsentation von Tom Watson, stellvertretender Chef der Labour-Abgeordneten im englischen Parlament, welcher sich als Christ definierte. Es ging um das Thema des Seminars und es ging darum, wie dieser neue soziale, technologische und wirtschaftliche Moment das Leben der Arbeiter und ihrer Familien beeinflusst.
Erklärung der „Europäischen Bewegung Christlicher Arbeitnehmer/innen (EBCA)“ zum Welttag für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober

Menschenwürdige Arbeit für ein gutes Leben für alle
(Ergebnis des Seminars der EBCA zum Thema: „Würdige Arbeit und prekäre Beschäftigung“ vom 12. bis 15. Juli 2017 in Avila/Spanien)
Wir stellen fest:
Viele Menschen leben weltweit unter unwürdigen Bedingungen. Vielen Menschen sind die Grundbedürfnisse nicht garantiert. Ihnen fehlt es an Land, Obdach und Arbeit um menschenwürdig zu leben. Die Globalisierung der Wirtschaft führt nicht gleichzeitig zu einer Globalisierung der sozialen Verhaeltnisse. Die Macht der Konzerne verhindert vielfach eine politische Gestaltung im Sinne der Menschen. Der Kapitalismus ist weltweit die Triebkraft für wirtschaftlichen Fortschritt ohne soziale und ökologische Verantwortung. Arbeit wird zunehmend prekäre Arbeit, die auf der einen Seite Menschen krank macht und auf der anderen Seite Menschen ausschließt. Die Lebenschancen von Menschen sind ungleich verteilt. Armut und Hunger nehmen stetig zu. Viele Menschen sind gezwungen ihre Heimat zu verlassen, sei es auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung oder durch existentielle Not. Das Schicksal der Flüchtlinge und Migranten führt uns drastisch die Ungerechtigkeiten der globalen Wirtschaftsordnung vor Augen. „Diese Wirtschaft tötet!“, sagt Papst Franziskus in seinem apostolischen Schreiben Evangelii gaudium.
EBCA Seminar und Versammlung - Avila (Spanien): "Würdige Arbeit und prekäre Beschäftigungen in Europa"
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Sechzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus elf Ländern Europas werden sich vom 12. bis zum 15. Juli im CITES (Centro internacional Teresiano-Sanjuanista) der Diözese Avila (Spanien) zum Seminar und zur Generalversammlung der Europäischen Bewegung Christlicher ArbeitnehmerInnen (EBCA) treffen.
Das Seminar findet zum zweiten Mal infolge in Avila statt und wird die in Europa erlebte Situation im Zusammenhang mit würdiger Arbeit und mit der alarmierenden weltweiten Zunahme der Prekarität behandeln.
Der erste Teil des Seminars widmet sich der Situationsanalyse, die auf der Grundlage von persönlichen Erfahrungsberichten zu den Folgen der aktuellen Veränderungen in der Arbeitswelt erfolgt. AktivistInnen der KWB Belgien und Mitglieder der Organisation HKD Napredak aus Bosnien stellen einen Situationsbericht vor. Anschließend gibt es Zeit für Ūberlegungen und Debatten zur Lage der MigrantInnen und Flüchtlinge, zu der von vielen Menschen erlebten Hoffnungslosigkeit und der fast vollständigen Handlungsunfähigkeit der europäischen Einrichtungen.
Bei ihren Überlegungen werden die SeminarteilnehmerInnen von Alberto Plaza, Jesuit, Direktor von Pueblos Unidos und Mitglied des Jesuiten Migrantendienstes in Spanien, begleitet.
Der zweite Teil des Seminars behandelt die Rolle der ILO und der Arbeitnehmerorganisationen im Bereich der würdigen Arbeit. Referent zum Thema ist Bernard Thibault, ehemaliger Generalsekretär der französischen Gewerkschaft CGT (von 1999 bis 2013) und derzeit Mitglied des Verwaltungsrats der ILO in Frankreich.
Pater Gérard Müller, Präses der EBCA, bietet einen Blick auf die Arbeitswelt im Lichte des Wortes Gottes und der Soziallehre der Kirche an. Im Anschluss an das Referat werden die SeminarteilnemerInnen die in den verschiedenen Vorträgen behandelten Themen in Arbeitsgruppen vertiefen.
Am Freitag (14. Juli 2017) besuchen die TeilnehmerInnen in Ávila zwei Projekte zum Thema würdige Arbeit. Sie werden dort die von der Cáritas diocesana geleistete Arbeit für die Unterstützung bei der Gründung von Kleinunternehmen und die Sondereinrichtung zur Beschäftigung von Menschen mit Einschränkungen (La Casa grande de Martiherrero) kennenlernen. Nach den Projektbesuchen ist eine öffentliche Aktion geplant, bei der die TeilnehmerInnen trotz sprachlicher Schranken auf die Menschen in Ávila zugehen werden, um ihre Meinung zum Thema würdige Arbeit zu erfahren.
Nach Abschluss des Seminars wird die Generalversammlung der EBCA eröffnet und insbesondere die Generalversammlung der Weltbewegung Christlicher ArbeitnehmerInnen (WBCA), die einige Tage nach dem europäischen Treffen stattfindet, vorbereitet.
Für weitere Informationen steht Ihnen Manolo Copé, Koordinator der EBCA, gerne zur Verfügung (+34650574823).
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