PFINGSTEN 2025: „DER FRIEDEN DES AUFERSTANDENEN IST EIN ENTWAFFNETER FRIEDEN UND EIN ENTWAFFNENDER FRIEDEN, DEMÜTIG UND BEHARRLICH“

Es sind diese Worte, mit denen sich unser neuer Papst in seiner ersten Ansprache an die Welt gewandt hat. Sein ungeteilter und entschiedener Wille im Einsatz für den Frieden ist damit von Anfang an klar und unmissverständlich.
Aber worin besteht unsere Rolle für diesen Frieden? Wie sollen wir uns inmitten des Strudels von Gewalt verhalten, der sich in unserer Welt immer mehr ausbreitet? Wie positionieren wir uns als Christinnen und Christen, wenn immer öfter von Aufrüstung, von Rüstungsausgaben und von der Angst vor anderen Ländern die Rede ist? Was wir erleben, ist sehr verwirrend und furchtbar kompliziert. Gottseidank gibt es auf unserer Suche nach dem Frieden und unserem Einsatz für ihn wichtige und klare Orientierungen. Papst Leo XIV ermutigt uns in seiner ersten Ansprache mit den Worten seines Vorgängers: „Wir sind Jüngerinnen und Jünger Christi. Christus geht uns voran. Die Welt braucht sein Licht. Die Menschheit braucht ihn als Brücke, um von Gott und seiner Liebe erreicht zu werden. Helft auch ihr uns, und helft einander, Brücken zu bauen, durch den Dialog, durch die Begegnung, damit wir alle vereint ein einziges Volk sind, das dauerhaft in Frieden lebt.“
Europa braucht alle! Alle brauchen Europa! – Aufruf der EBCA zum Europatag 2025

Europa muss sich in einer Welt der Disruption bewähren
Mit der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump hat für Europa endgültig eine neue Epoche begonnen. Doch der Umbruch zeichnete sich bereits vor zwei Jahren ab. Seither führt Russland Krieg gegen die europäische Friedensordnung. Nun greift die amerikanische Regierung die europäische Werteordnung an. Als eine übernationale Gemeinschaft christlicher Arbeitnehmerbewegungen sehen wir mit brennender Sorge, wie Europa in dieser Phase toternster Bedrohung von innen heraus durch nationale Egoismen und Verweigerungen Gefahr läuft, massiv geschwächt zu werden. Daher appellieren wir anlässlich des diesjährigen Europatages an alle Verantwortlichen in den europäischen Institutionen, nationalen Parlamenten und Regierungen, die europäische Integration beschleunigt voranzutreiben und Europa als einen Hort der Menschenrechte und des Friedens zu stärken und entschieden zu verteidigen. Gleichzeitig muss sich Europa endlich in diesem Sinn seiner weltweiten Verantwortung etwa durch die konsequente Anwendung des Lieferkettengesetzes stellen.
Europa braucht eine gemeinsame Sozialpolitik
Europa steht weltweit als Garant für das Prinzip, dass freiwillige Vereinbarungen zwischen Staaten, sei es beim Handel, bei Klimaabkommen oder Forschungskooperationen, die Welt als Ganze voranbringen. Die europäische Geschichte der letzten 75 Jahre zeigt den Erfolg dieses Prinzips. Wir leben in Europa in Frieden, Freiheit und Wohlstand zusammen. Dafür lohnt es sich selbstbewusst einzutreten und zu kämpfen. Daher weisen wir mit aller Entschiedenheit die von Populisten und rechtsradikalen Nationalisten vorgetragenen Forderungen nach einem Rückbau Europas zu einer reinen Wirtschafts- oder Zollunion zurück. Der gegenteilige Weg führt in die Zukunft! Wir fordern nachdrücklich die forcierte Weiterentwicklung einer gemeinsamen europäischen Arbeits- und Sozialpolitik, die den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Wir fordern alle politisch Verantwortlichen auf, den Menschen in Europa ein gutes Leben auf der Basis vergleichbarer Standards zu ermöglichen.
Nur entschlossene Europäerinnen und Europäer bringen Europa voran
Europa braucht Menschen, die zuallererst Europäerinnen und Europäer sind, um sich als Hort des Friedens, der Menschenrechte und einer Wirtschaft mit sozialem Angesicht weiterzuentwickeln. Hierin liegt die globale Bedeutung Europas in einer Welt wachsender Unmenschlichkeit.
Europa braucht alle. Die EBCA steht und wirkt für ein starkes Europa.
Stefan-Bernhard Eirich, Geistlicher Assistent im Präsidium der EBCA – KAB Deutschlands
| Fragebogen von ACO France vorgeschlagen, April 2025 |
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München 2024 - Europäische Christliche Arbeitnehmer-Bewegung befasst sich mit Gender Pay Gap und verabschiedet konkrete Forderungen

Es bleibt viel zu tun
Europäische Christliche Arbeitnehmer-Bewegung befasst sich mit Gender Pay Gap und verabschiedet konkrete Forderungen
(München, 22. September 2024). Die Tatsache ist bekannt: Frauen werden spürbar schlechter für dieselbe Arbeit entlohnt als Männer. Das hat zum einen mit der unterschiedlichen Erwerbsbiografie zu tun, denn Frauen pausieren im Beruf, wenn sie Kinder bekommen. Viele arbeiten nach der „Babypause“ nur noch Teilzeit, manche bleiben gleich ganz zu Hause, wenn der Partner gut verdient. Wer Erziehungszeiten außen vor lässt, erhält eine bereinigte Lohnlücke, die immer noch deutlich ausfällt: In Österreich verdienen Frauen im Schnitt 10,8 Prozent weniger als Männer, in Deutschland rund 6 Prozent. Nur im öffentlichen Dienst, der geschlechtergerecht bezahlt, ist die Lage deutlich besser.
Besonders betroffen sind in manchen Ländern Berufsanfängerinnen: In Spanien erhalten diese bis zu 50 Prozent weniger Geld für dieselbe Arbeit als junge Männer. Was kann, was muss man gegen diese Ungerechtigkeit tun?
Abschlusserklärung Seminar der EBCA vom 19. – 21. September 2024 in München
Abschlusserklärung
Seminar der EBCA vom 19. – 21. September 2024 in München
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – zwischen hoher Zustimmung und mangelhafter Umsetzung
Wir als Verantwortliche der Bewegungen der christlichen Arbeitnehmer:innen aus Portugal, Spanien, Frankreich, der Schweiz, Tschechien,, Österreich, Deutschland , Südtirol und Litauen sind zusammengekommen um über die Situation der Frauen in der Arbeitswelt und in unseren Gesellschaften zu reflektieren und gemeinsame Schlüsse für unser Engagement zu ziehen.
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