EBCA Seminar in Lissabon 2022: "Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Beschäftigung und Soziales - Erfahrungen und Maßnahmen für den Wiederaufbau"

Die Hoffnung ist kühn
Die Europäische Christliche Arbeitnehmerbewegung (EBCA/ECWM/MTCE) veranstaltete vom 21. bis 24. September in Lissabon, Portugal, ein Seminar mit dem Titel "Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Beschäftigung und Soziales - Erfahrungen und Maßnahmen für den Wiederaufbau". 35 Vertreter von Mitgliedsorganisationen aus 8 europäischen Ländern nahmen an dem Seminar teil und trugen alle mit ihren Erfahrungen und Perspektiven bei.
Die Corona-Pandemie ist nicht nur ein Gesundheitsproblem. Sie ist gleichzeitig ein soziales Problem, das wie ein Brennglas bereits vorher existierende Probleme verschärft. Dazu gehören Armut, Arbeitslosigkeit, ungleiche Lebensbedingungen, Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern, zwischen Reichen und Armen. Die Unterschiede haben zugenommen.
Europatag 2022: Kommuniqué der Europäische Bewegung Christlicher Arbeitnehmerlnnen (EBCA)

Europa, Krieg, Gott, Menschen
In diesem Jahr 2022 werden wir den Europatag (9. Mai) vor dem schrecklichen Hintergrund des Krieges in der Ukraine feiern.
Was können wir Christen sagen?
Wie im Fall von COVID scheint das Drama in der Ukraine erneut Fragen über Gott, das Leben und den Menschen aufzuwerfen. Was tut Gott angesichts all dessen? Wo ist Gott angesichts der leeren Straßen, die nur von Leichen bevölkert sind, von denen einige die Hände auf dem Rücken gefesselt haben? Wo ist Gott angesichts der Mütter, die verzweifelt sind, weil sie nicht wissen, wie sie ihre Kinder aus der Panik, dem Hunger oder dem Leid, das ihre geringen Kräfte übersteigt, befreien sollen? Wie ist es möglich, dass Gott zulässt, was heute in der Ukraine geschieht? Oder was in den verschiedenen Auschwitzes von gestern geschah.
Wir wollen Christen und Zeugen des Heils- und Befreiungsangebots sein, das Jesus Christus der Gesellschaft und der Arbeitswelt macht, aber die Menschen um uns herum stellen uns vor diese Fragen.
Das Problem des "Schweigens Gottes" haben die Christen seit Anbeginn der Zeit zu ertragen.
1. MAI 2022: COVID-19 LOCKDOWN UND SEINE AUSWIRKUNGEN AUF ARBEITNEHMENDE

Der Covid-19 Lockdown begann vor zwei Jahren und in Uganda haben die Arbeitenden nach fast zwei Jahren Schließung unbeschreibliche Geschichten von Leid und Verzweiflung erlebt. Viele Arbeitende haben aufgrund der langen Schließung und wegen Covid-19 ihren Arbeitsplatz verloren und die Arbeitslosigkeit ist gestiegen.
Uganda ist eines der Länder mit der längsten Lockdown-Phase. Sie begann am 1. April 2020 und dauerte bis Januar 2022 an. Dann wurde die komplette Wirtschaft wieder vollständig geöffnet. Informelle Unternehmende hatten während der Sperrung keinerlei Einkommen und mussten auf ihre eigenen Ersparnisse zurückgreifen, sich auf die staatliche Nahrungsmittelhilfe stützen oder ihre Familie oder Freunde:innen um Hilfe bitten, um zu überleben. Das bedeutet, dass während der Schließung die meiste Arbeit auf Existenzniveau lag.
Der durch die Covid-19-Pandemie verursachte Stillstand betraf fast alle Bereiche des Arbeitsmarktes. Der Anteil der beschäftigten Bevölkerung in Uganda sank von 9 Millionen Personen 2016/17 auf 8,3 Millionen im Zeitraum 2019/20. Dies kann auf die weltweite Pandemie zurückgeführt werden, durch die viele Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren haben oder gezwungen waren, ihr Gewerbe zu schließen.
Die KAB präsentiert dem Bundesrat 1701 gute Gründe für den Schutz des freien Sonntags
https://www.youtube.com/watch?v=RDHOPQWulJU
Video: Größte Sonntags-Picknickdecke der Welt
Am 3. März feiert der staatlich garantierte Sonntagsschutz seinen 1701. Geburtstag. Die Katholische Arbeitnehmerbewegung nimmt diesen Tag zum Anlass, um dem Präsidenten des Bundesrates Bodo Ramelow, der zugleich der Ministerpräsident des Landes Thüringen ist, in Erfurt ihre tiefe Besorgnis über die Zukunft des freien Sonntags vorzutragen. Denn der Sonntagsschutz ist eine Angelegenheit der in diesem Gremium vertretenen Bundesländer. Der aus der Bundesvorsitzenden Beate Schwittay, dem Bundesvorstand Andreas Luttmer-Bensmann sowie dem Bundespräses Stefan-B. Eirich bestehende Bundesvorstand mahnt den Bundesrat mit Nachdruck, dem grundgesetzlich garantierten Schutz des freien Sonntags und den im Arbeitszeitgesetz festgelegten Rahmenvorgaben weiterhin Geltung zu verschaffen. Bei dieser Gelegenheit überreicht der Bundesvorstand der KAB zusammen mit weiteren Delegierten des Verbands Bodo Ramelow ein Foto von der wohl größten Picknickdecke. Diese ist von zahllosen Mitgliedern sowie Unterstützerinnen und Unterstützern der KAB als Patchwork gestaltet. Sie besteht mit einer Fläche von gut 300m² aus mindestens 1701 individuell gestalteten Stoffteilen zum Wert und zur Faszination des freien Sonntags.
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